TIMETABLE UND FESTIVALPROGRAMM

Freitag, 25.08.2017 – Hauptbühne im Park
19:00 Uhr – FULLAX
20:25 Uhr – ILLEGALE FARBEN
21:50 Uhr – HI!SPENCER

Samstag, 26.08.2017 – Hauptbühne im Park
16:15 Uhr – OVE
17:45 Uhr – KAT FRANKIE
19:30 Uhr – SHIRLEY HOLMES
21:30 Uhr – LE FLY

Samstag auf der kleinen Bühne im Boreal

15:00 Uhr – BERND MEYERHOLZ & DIE KUNTERBÄND
17:00 Uhr – LOWFIELD
18:45 Uhr – NORIEGA MIND
20:30 Uhr – CARO KISTE KONTRABASS

Line-Up

FULLAX

FULLAX
Fullax ? – Da kannst du im Duden lange suchen!
Fullax, das sind Julian Giese und Jonas Hoppe. Die zwei Nordhessen kommen aus dem Umland von Kassel und machen seit 2012 zusammen Musik. Schubladen? Schwierig. Nimm das: Independent-DNA trifft auf Pop, trifft auf deutsche Lyrik. Gegründet hatte sich die Band einst noch als Dreierkonstellation und nahm 2013 bis 2014 am Förderprogramm „Bandpool“ der Popakademie teil. Im Sommer 2014 folgte der erste Eigene-Release mit der Live EP „Eskalation“.
Noch im selben Jahr dann die Trennung vom Bassisten und die Entscheidung, zu zweit weiter zu machen. Durch diese personelle Änderung, ergab sich auch ein Umbruch der Soundästhetik. Einflüsse aus Rock wurden in den kommenden zwei Jahren immer mehr von elektronischen Sounds verdrängt. Deshalb war eins ganz klar:
Ein neues Lebenszeichen musste her! Eine Studio EP, welche die Sound- und Songwriter-Entwicklung nach draussen tragen kann. Und genau diese wurde Ende 2016 von der Band in Zusammenarbeit mit Tom Hessler (FOTOS) in Berlin fertig produziert. Die fünf Songs erzählen mit ihren eigenen starken Texten von Freundschaft, Liebe und Gelassenheit. Immer genau so schön, dass es ein bisschen wehtut.
Die EP erscheint im Sommer 2017.Achja und Fullax ist übrigens hessische Mundart und heißt Faulenzer.

ILLEGALE FARBEN

ILLEGALE FARBEN
Stilrichtung unbekannt. Die fünf Kölner nennen Postpunk, Indie und NDW als musikalische Einflüsse. Ihre kurzen prägnanten Songs laden zum Tanzen und düsteren Tragträumen ein. Deutsche Texte und maschinell treibenden Rhythmen markieren den Grundriss aus dem verzerrte Bass- und Gitarrenmelodien erwachsen.
Da waren zwei Typen, die sich noch aus ihrem ganz frühen Leben bei der Hardcore Band My Lai (das waren die 1990er) kannten und dann sind beider doch in Köln gestrandet. Der eine, Thilo, als Kopf einer mehrköpfigen Schlange von Genepool, der andere, Thomas, als Springinsfeld bei Bazooka Zirkus. Da ist es ganz passend, dass gerade unter dem Projekt LFRS die ersten Songs mit Sänger Thom entstanden sind. Ausgangspunkt war also erstmal „Bock was zu machen“. Das ist in Musikerkreisen die Entsprechung von „irgendwas mit Median“ und entsprechen uncool. Ideen sind da, aber die müssen erstmal durch den Fleischwolf von drei Musiksozialisationen. Was mit Gitarren soll es sein, pathetische darf es nicht sein und bitte auch nicht der Dicke-Euer-Rock von alten Herren. Erster Abend – erster Song. Wieder raus: „wie sieht es aus in Eurem leben – kommt ihr da lebend wieder raus?“ Erstmal Mitstreiter suchen. Da ist Chris, der bunte Hund im Kölner Nachtleben und viel mit Bands auf Tour – und danach in deren Bandshirts unterwegs. Außerdem ein alter Bekannter und Bassspieler, wie praktisch. Das Schlagwerk komm dann auch von Genepool, zuerst Spiro und jetzt Jens und fertig ist die Laube. Es werden also Songs geschrieben. Es gibt Output, viel Output. Ein Abend, ein Song, Ein Demo. Zu dem Kopf kommt immer mehr Herz – und Beine. Das klappt fast immer.
Aktuell wird an der zweiten Platte gearbeitet, die im Herbstdiesen Jahres erscheinen soll. Live darf man also mit ein paar neuen Songs rechnen.

HI!SPENCER

HI!SPENCER
Deutschsprachiger Indie-Punkrock mit Mut zur großen Geste, dem Herz auf der Zunge und Schweiß in den Augen.
Es gibt viele gute Gründe in einer Band zu spielen. Für Sven, Malte, Niklas, Jan und Janis von Hi! Spencer war es 2012 die logische Konsequenz aus der Frage: Was tun in den Monaten zwischen Jugendzeltlager und Dorfkirmes?
In einer Scheune arbeiten sich die fünf Sandkastenfreunde an Coverversionen ab, schreiben eigene Songs, die Vorbilder: Jupiter Jones, Turbostaat, BiffyClyro, Madsen – ein klassischer Jugendband-Werdegang eben.Wäre da nicht das Feuer, das Brennen für mehr als Dorfdisco und Korn-Cola.
Über vier Jahre bestreiten sie ihren Weg durch Musik-Deutschland, spielen über 100 Konzerte, finden eine eigene Stimme. Das erste Album und Videos folgen und auch der Fan-Kreis wächst stetig weiter.Mit ihrer neuen EP „In den Wolken“ geht das Quintett eine neue Reise. Der Sound der Vorbilder wird weiterentwickelt und in den eigenen Kosmos geholt.
Ja, es geht um Fernweh, um Orientierung und Aufbruch, um das große L-Wort und das Herz schlägt auch auf der linken Seite. Die fünf Songs aber umweht eine Frische, die ihresgleichen sucht. Mit seiner Orkan-haften Stimme besingt Frontmann Sven Bensmann das Scheitern, das Wiederaufstehen und das Hoffen auf mehr. Zweitsänger Malte Thiede stimmt dazu ein, beißend, fordernd – kein Blick zurück, es muss weitergehen und das tut es. Mit ihrer Single „Schalt mich ab“ landen sie einen ersten kleinen Spotify-Hit. Über 100.000 Klicks – Tendenz steigend.
Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen der Bühnenluft. Mit ihrer EP im Gepäck geht es durch die Clubs, auf Festivals und Open-Airs. „Wir haben den Kopf in den Wolken, weil wir das immer schon so wollten“. Merkt man, fühlt sich gut an.

OVE

OVE
Musik ist die Antwort, aber niemand hat gefragt.Auch nicht die fünf Freunde aus dem hohen Norden: Ove Thomsen,Sönke Torpus, Helge Schulz, Hajo Cirksena und Robert Weitkamp, die
als Band den Vornamen ihres rotwuscheligen Sängers tragen. OVEhaben trotzdem eine Platte aufgenommen und mit dieser demtausendäugigen Wal eine neue Schuppe geschenkt. Wale haben keineSchuppen? Dann eben ein Horn, so lang, dass es auch dann noch zusehen ist, wenn der Wal den Grund nach Krill absucht. Ein Horn, dasklingt, sonor wie die Posaune von Sönke und weithin zu hören ist,auch in den Städten, die das Meer noch nie geküsst hat.
Nein, das hier ist nicht Trap, der 2016 schreit und mit Pyramiden-Abzieh-Tattoo bei Primark an der Kasse liegt. Diese Musik hat sehrlange in Salzfässern gelagert und wurde dann warm, frisch und leichtauf Band übersetzt von Berlins finest Indie-Producer Simon Frontzek.Er hat sich mit der Band im Watt`n Sound Studio eingemietet, dieserehemaligen Schule in Nordfriesland, der Heimat von Ove und Sönke,wo auch schon die schönen Alben von Kid Kopphausen und ClickClick Decker entstanden. Fun Fact: Während der Studioproduktionwurde die Band von der Hauswirtschaftsklasse von Oves Mutterbekocht.
Herausgekommen ist Rumpel-Folk mit Prädikat gut und unhatebar.Jeder, der die Grenzen seiner Welt schon lange abgesteckt hat undglaubt, über wichtig oder nichtig in 30 Sekunden entscheiden zu
können, höre hier bitte bitte ein bisschen länger und genauer hin.Diese Songs machen dich nicht traurig, sie kicken dich soft von derKlippe und fangen dich auf halbem Flug wieder ab.
Nein, Ove Thomsen ist nicht der erste junge Mann in Jeansjacke, derfragt, wohin mit sich im Gefühlsmoloch, aber wie er singt „Dieses Hinund Her findet kein Ende mehr“: Das ist die neue Schuppe, das neueHorn. Wenn er im zweiundhalb-minütigen Husarenstreich „Ich will einHaus bauen“ schreit „Solange sich mein Körper wehrt, machen wirMusik“, meint man, Conor Oberst singe leise als Fußnote: „Letthetraveling band on theInterstateremain“.
Sowieso klingt hier einiges an guter Musikgeschichte mit. Da, wo z.B.„Faden und Fell“ aufhört, könnte auf einem Sommer-in-Schwedenwenn-man-die-Mücken-außer-Acht-lässt-Mixtape „Avalanche“ vonLeonard Cohen kommen. Wir sehen auf diesem Album den Dreckunter den Nägeln von Neil Young, schmecken den Kork im Wein vonSven Regener und grüßen Gisbert zu Knyphausens geliebt/gehasstenMelancholie-Clown, der auch in OVEs Tourbus einen festzugewiesenen Platz hat.
Der russische Grübler Fjodor Dostojewski meinte mal über Columbus,er sei nicht glücklich gewesen, als er Amerika entdeckte, sondern alser es entdecken wollte. In diesem Sinne sind auch OVE glücklich undmachen glücklich, zumindest mich. Merci für diese Musik.[Francesco Wilking]

KAT FRANKIE

KAT FRANKIE
Das letzte KAT FRANKIE Album „PleaseDon’tGiveMeWhat I Want“ erschien 2012. In der Zwischenzeit hat die in Berlin lebende Australierin unzählige Shows gespielt, unter anderem Musik für Schulz & Böhmermann zusammen mit GetWellSoongemacht, ein Duett mit Cluesogesungen und Keømagegründet.

Wenn KAT FRANKIE auf der Bühne steht, sieht man eine androgyn wirkende Frau, die sich entweder lässig die Gitarre umhängt oder unaufgeregt die Hände in die Hosentaschen steckt, bevor sie ans Mikro tritt. Und dann, wenn der Gesang einsetzt, verwandelt sich die vermeintliche Abgeklärtheit der Musikerin in ein Balancieren am Abgründigen. Diese tiefe, dunkle Stimme, die in ihrer Intensität gleichermaßen an Annie Lennoxoder PJ Harvey erinnert und doch eine ganz eigene, einzigartige Welt
herauf beschwört.

2004 kam die Australierin nach Berlin, nachdem sie in ihrer Heimat Sydney neben ihrem Beruf als Innenarchitektin bereits Musik gemacht hatte. Des Etiketts einer jungen Singer/Songwriterin an der Gitarre hat sie sich längst entledigt. KAT FRANKIEs Songs sind größer und komplexer geworden, melodischer und interessanter. Ihrletztes Album „Please Don’t Give Me What I Want“ nächtigt gar
beim Pop und schlafwandelt doch in Richtung tiefgründiges Songwriting.

SHIRLEY HOLMES

SHIRLEY HOLMES

Zwei Sängerinnen an Gitarre und Bass und ein Typ am Schlagzeug, der langsam nicht kann.Sie zündeln, bis die Hütte brennt!Kein Stuss, keine Berührungsängste – nur 100% reine Energie. Made in Berlin.

Das Trio macht Musik zum tanzen und atmet dabei Rock, Rock und Rock mit einer Prise knallhartem Pop.Man kann es auch Punk mit Indie, Elektro, 90’s und dem Gefühls-Trash von heute nennen – oder sich einfachIdeal, Kraftklub und L7 beim Schlammcatchen vorstellen. Wichtiger ist: man kann dabei nicht ruhig stehenbleiben. Mit ihrem Komm-du-willst es-doch-auch Charme, tumultigen Battle-Gesangsparts in deutsch undenglisch, smart-rotzigen Texten und jeder Menge Live-Action sorgen SHIRLEY HOLMES in den Clubs für jedeMenge Schweiß auf den Gesichtern. Die beiden Frontfrauen bedienen nicht nur Mikrofone und Saiten, sondernschreiben, arrangieren und produzieren auch die Songs.

Für eine Band, die quasi auf der Bühne geboren wurde, stellt sich allerdings früher oder später die Frage:Können wir das ganze Spektakel auch im Studio adäquat abbrennen, ey? Thies Neu (Abay, Pictures, GutsPieEarshot) schaffte es erneut, SHIRLEY HOLMES zu suggerieren, dass sich in seinem Neuköllner Studioirgendwo ein Publikum versteckt hielt. Anders ist diese kongeniale Umsetzung von SHIRLEY HOLMESberüchtigter Live-Energie kaum zu erklären. “SCHNELLE NUMMERN” heißt das neue Werk des Trios – derAlbumtitel steht für sich. Auch Jens Güttes (Käptn Peng, Lemur, Ofrin) konnte für die neue Scheibe derShirleys gewonnen werden, dazu gibt es zwei Gastmixe von Matt Korr, der sonst mit Tiamatdie Hallen füllt.The oneandonlyquingof Berlin, Sookee, featured einen Song des Albums und einen astreinen Dance-Remixsteuert Steve Machine, Kreuzberger Punkrock-Urgestein, der Platte bei. Gemastert wurde SCHNELLENUMMERN von Michael Schwabe/Monoposto (Beatsteaks, Wir sind Helden, Turbostaat).

LE FLY

LE FLY

LE FLY ist gelebter Individualismus von Typen, die von ihrer Gegensätzlichkeit angezogen werden und
gemeinsam zu einem unschlagbaren Bunch werden. Dabei, so Robäng, „wollten wir nie etwas Bestimmtes machen, wir wollten einfach nur machen. Dass da am Ende dann so etwas Eigenständiges steht, hat niemand ernsthaft beabsichtigt.“ Inzwischen ist man durchaus stolz auf das Erreichte. „Es hat sich erwiesen, dass der Weg, alles selber in die Hand zu nehmen, genau der richtige ist – auch wenn wir noch lange nicht angekommen sind. Aber im Moment haben wir ein Level erreicht, wo alles total Sinn macht und wir uns ständig weiter nach vorne pushen“, sagt Robäng.
Die Aufbauarbeit ist gemacht, der Tisch gedeckt, man weiß inzwischen Bescheid: LE FLY sind Deutschlands aufrechte Kreuzzügler für die Momente, in denen Irrsinn, musikalischer Geschmack und grenzenloser Begeisterungswille einen gemeinsamen Nenner finden. Wo Spackentum und ernsthafte Ambition keine Gegensätze, sondern eine Einheit sind. Wo St. Pauli, der vielleicht schrägste Stadtteil einer internationalen Metropole, seinen schäumenden Soundtrack bekommt. Ihre Musik ist „ne gemischte Flyschplatte, Hauptsache es knallt“, wie Rapper Schmiddlfinga erklärt. Was meint, dass bei ihnen Rap, Rock, Reggae , und vieles mehr aufeinander knallt. LE FLY sind: Sechs ausgebuffte und aufgeweckte Schräghänger mit der Neigung zum hyperaktiven Unterhaltungs-Extrem und dem norddeutschen Schalk im Augenwinkel, die das Gebot der Kiez-Religion verstanden haben: Leb’ wie Du willst. Mach deinen Kram. Wir mögen dich trotzdem. Und die deshalb Musik machen, als ob alles auf dieser Welt nur einem Zweck folgt: auf möglichst natürliche Weise miteinander vermischt zu werden.
Bei LE FLY wird fast alles selber gemacht. DIY als Lebenseinstellung und Gruppen-Credo. Hier entwickelt jeder seine eigene Perspektive und Lebenshaltung, hier schmiedet man sein Glück aus dem Stahl des Individualismus. „Es ist schön wenn man mit seinem eigenen Team aus Überzeugung, und weil man es kann, fast alles selber macht“, sagen sie. Von der Grafik über das Drehen von Videos, dem Bezahlen des Studios und der ganzen Label- und Promotionarbeit für ihre selbst gegründete Plattenfirma ‚St. Pauli Tanzmusik’.
Nach zwei Alben, der Live-DVD, sechs Headliner-Clubtouren, Support-Shows für Bands wie PantéonRococó, The Offspring und The Baseballs, und gefühlt endlosen und ausgiebigen Festival-Sommern kündigen LE FLY für 2017 ihr neues Album an.

LOWFIELD

LOWFIELD

2010 lernten sich Lenni Kraus ( Drums, Percussion, Vocals ) und Justus Engelke ( Gitarre, Vocals ) in der Schule durch ein Bandprojekt kennen und sind seitdem Freunde und natürlich Bandkollegen.
Anfangs noch als „FREAXS“ mit Rhythmus-Gitarre oder Bass entwickelte sich später der ganz eigene Stil des Akustik-Duos, welches allerdings gerne mal mit Schlagzeug und E-Gitarre mehr reinhaut. Ab 2015 nannten Sie sich „LOWFIELD“ und zogen nur noch zu zweit los. Der zweistimmige und oft wechselnde Gesang, die eingängigen Melodien und groovy Rhythmen machen Sie zu etwas ganz besonderem.
Mit allein über 20 Auftritten im Jahr 2016 in Kassel und Umgebung sind die Jungs für ihr zartes Alter schon äußerst Bühnenerfahren.
Leute kommen, Leute gehen, LOWFIELD bleibt!

NORIEGA MIND

NORIEGA MIND

Es fällt in diesen Zeiten nicht leicht, an Peru zu denken, ohne entweder Naturkatastrophen, Drogenhandel oder Überfälle auf Touristenbusse im Kopf zu haben. Setzen wir diesen kalten Assoziationen etwas Warmes entgegen. Etwas Berührendes. Vielleicht die Stimme eines der vielversprechendsten Rock-World Music—Folk-Sängers unserer Zeit: Julio Mario Noriega Sanchez.
Der Peruaner, der sich während eines Auslandsaufenthaltes in Kanada in eine deutsche Frau verliebte und der Liebe wegen nach Kassel zog, besitzt eine bemerkenswerte Fähigkeit: Seine Musik überwindet mit Leichtigkeit alle kulturellen Grenzen, ohne Prägungen und Einflüsse zu verleugnen. Und die sind überaus vielfältig.
„Ich wuchs in Peru mit der Musik auf, die im Radio gespielt wurde und das waren einerseits die klassischen Rockbands wie Guns n’ Roses oder Led Zeppelin, andererseits die in Südamerika sehr populäre Weltmusik zum Beispiel eines Manu Chao. Während meiner Zeit in England entdeckte ich dann Reggae und Folk-Rock und nahm all diese für mich neuen Klänge auf wie ein nagelneuer Schwamm, der sich zum ersten Mal voll Wasser saugt.“ Dass der weltenbummelnde Sozialarbeiter Musiker, Sänger, Songschreiber werden wollte, nein musste, war nur eine logische Konsequenz.
„Mit meiner Arbeit mit behinderten oder psychisch auffälligen Patienten wollte ich den Menschen helfen, mit meiner Musik möchte ich die Seele der Zuhörer erreichen“, sagt Julio. Und so ist er immer auf der Suche nach dem perfekten Song, der die Idee, ein Gefühl oder einen Moment am intensivsten festhält.
Die Herzen der Zuhörer erreicht er dann mit einer Stimme, wie man sie hierzulande lange nicht gehört hat. Eine rauchige, leicht brüchige und trotzdem einschmeichelnde Stimme, erdig, eine, die direkt vom prasselnden Lagerfeuer zu kommen scheint. Und mit ihr singt er denn auch von klassischen Lagerfeuerthemen, von Fernweh, von unerfüllter (und erfüllter) Liebe, vom Leben allgemein oder auch schlicht vom Sommer. Das ist bester, großer Rock in all seinen Facetten von Unplugged-intim bis Festival-laut. Und manchmal klingt das so nah, dass selbst Studioaufnahmen so wirken, als würde die Band im Wohnzimmer des Hörers spielen und Julio säße auf seinem Schoß.
Mit ongenialen Mitmusikern ist es ihm gelungen, dieses ganz private Lagerfeuer ziemlich zu erweitern. Ben Schnieber (drums, perc.), Daniel Zajonz (git.,backingvoc.) und Ulf Krönert (bg) haben eine ganz andere musikalische Sozialisation durchlebt als der Bandleader, kommen aus der Electro- und Jazz-Szene und doch vereint sie ein Credo, das Ben folgendermaßen definiert: „Musik, egal welcher Coleur, muss eine Seele haben, nur dann ist sie gut.“ Als Band haben sie diese eine Seele. „Wenn wir ein Riff oder eine Songstruktur entwickelt haben, fallen Julio relativ schnell die passenden Lyrics ein. Hat Julio eine Songidee, ergibt sich für uns die musikalische Umsetzung ebenfalls relativ spontan.“ Und dann streitet die Band, bis der Song die Noriega Mind-Seele hat. Denn der Bandname bedeutet dass all diese Gedanken gebündelt werden, die Jeden, der zuhören kann, auch erreichen.
Noriega Mind sind eine dieser Bands, die den Glauben daran wieder bestärken, dass die Lebensumstände die Kunst vielleicht doch prägen – dass Städte, Regionen und Kietze einen eigenen Sound haben, der hier mehr ist, als die Summe seiner einzelnen Komponenten. (Text: Wilhelm Ditzel)


facebook.com/noriegamind/

CARO KISTE KONTRABASS

CARO KISTE KONTRABASS

Hinter dem Horizont auf ein paar Lieder.

Caro Kiste Kontrabass, das sind Caro Wendel (Gesang, Gitarre und Ukulele), Harald Bernstein (Bass) und Axel Garbelmann (Cajon, Mandoline, Banjo &Didgeridoo). Die Band hat einiges auf dem Herzen und Frontfrau Caro vieles auf den Lippen. Lieder über den alltäglichen Wahnsinn des Lebens wechseln sich mit Melancholien über die Liebe zum Anderssein ab. Man singt deutsch, aber das nur zum besseren Verständnis, denn das Trio ist musikalisch vielfältig ausstaffiert. Altbekannte Schubladen werden aufgerissen: abgetragene Soundklamotten raus, Folk-Stickereien drauf, Chanson-Löcher rein, ein paar neue Fetzen dazu. Fertig ist ein ganz eigener Stil und das perfekte Outfit für den Tanz in eine bessere Welt. 2012 wurden diese Schöpfungen für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert und erhielten den Förderpreis der Liederbestenliste. So erfrischend respektlos die Band mit Genregewändern umgeht, so klar sind ihre Aussagen: Ich bin Du und Du bist ich und Du und ich sind wir. Verstanden? Es sind die Songs für einen bunten Menschenverstand und doch auch gegen alle!

Erfolgreich durch Crowdfunding finanziert, schickt das Trio 2017 den Nachfolger seines prämierten Debüts „In der Nähe der Zufriedenheit“ auf die Reise. Das neue Album mit dem warnenden Titel „Fahrlässige Poesie“ ist eine Fahrkarte für einen Trip durch spannende Landschaften musikalischer Abwechslung und textlicher Andersartigkeit. Für die mal verträumt melancholischen, mal trotzig ironischen Gewitztheiten zu Konsum, Alltag und Menschsein gibt es keine Rücktrittsversicherung.

facebook.com/CaroKisteKontrabass-271341949576622/

KINDERPROGRAMM

BERND MEYERHOLZ & DIE KUNTERBÄND

MuellerAndFriend
„Wenn es im Sommer richtig heiß ist…“ Lieder zum Einsteigen und Abfahren. Spaßmusik für die ganze Familie. Für kleine und große Genießer.
Das neue Sommer-Programm der KunterBänd ist „Spaßmusik für die ganze Familie“. Das flotte Lied vom Fahrradfahrn, das leckere „MampfMampf Schlecker Schleck“ oder die Kassel-Songs vom Herkules oder der Willi-Allee – diese Lieder machen richtig gute Laune. Die kunterbunte Kinder-Musik-Band aus Kassel macht ihrem Namen alle Ehre. Da wird kräftig gestampft beim schlauen Lied „Zu Fuß zur Schule“ und „Wenn es wo brennt“ dann geht es im brandneuen, knallroten Lied von der Feuerwehr natürlich mit Vollgas um die Ecke. Ob Blues, Bossa oder Swing: die Songs sind rasant, mal zart, witzig und verträumt.

Voll Süß! Der „MilchBarJazz“ der KunterBänd ist ein cooler Mix für echte Genießer ab 4.

Besetzung:
Bernd Meyerholz (Gesang, Git., Ukulele)
Thomas Höhl (Keyboard=
Dirk Osterberg (Schlagzeug)

Gartenwalkact Imanuel Immergrün

Gartenwalkact Imanuel Immergrün
ALLES AUS DER LUFT GEGRIFFEN – ein clowneskes Jonglakel

Ein Gartenwalkact in Übergröße
Imanuel Immergrün, 240 cm groß, farbenprächtig und des Lebens froh, ist ein Augenschmaus auf Ihrem Gartenfest. Sie planen gar kein Gartenfest? Kein Problem! Imanuel Immergrün hat in seiner einzigARTigen Schubkarre immer ein Gartenfest dabei.

Kinder können mit Herrn Immergrün auf Entdeckungstour gehen und seinen Garten erforschen. Vielleicht finden sie dort die gemeine Jongliernuss oder das scheue Balanciermeinnicht. Sie können kleine Blumentöpfchen mit Erde und Blumensamen füllen und diesen geschenkten Mini-Garten mit nach Hause nehmen.

Ist die Hitze richtig groß sorgt Herr Immergrün für kühle Erfrischung. Stets darauf bedacht, dass seine Sprößlinge nicht welken oder Durst leiden, gießt er Pflanzen wie Menschen, große wie kleine.

Aber nicht nur auf Pflanzen versteht sich Imanuel Immergrün, auch für Tiere hat er ein Händchen. So wohnt ein Igel in seiner Karre, und auch eine Libelle begleitet Herrn Immergrün: Während er mit seinen riesigen gelben Siebenmeilen-Gummistiefeln seine Arbeit macht, nimmt sie Platz auf seinem großen grünen Hut oder auf seiner Gärtnerjacke.

SPIELMOBIL „ROTE RÜBE“

spielmobil

Der Verein Spielmobil Rote Rübe wurde 1990 gegründet und verfolgte von Beginn an das Ziel, den Kindern in benachteiligten Stadtteilen Kassels vielfältige Spiel- Sport- und Kreativangebote zu bieten. Über die Jahre haben wir verschiedene Arbeits- und Bildungsschwer-punkte im Bereich „Spielen – Beteiligen – Gestalten“ aufgebaut.

Die „Rote Rübe“ unterstützt das Mind The Gap durch ein Angebot an diversen Aktivitäten für Kinder.

Streetbolzer Straßenfußballturnier

Streetbolzer
Streetbolzer Cup 2017
Streetbolzer e.V. fördert die Entwicklung junger Menschen und organisiert den Straßenfußball im Großraum Kassel für Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von 10 bis 20 Jahren. Mit rund 20 Turnieren pro Jahr werden regelmäßig ca. 150 Kinder und Jugendliche (vorwiegend mit Migrationshintergrund) erreicht.
Durch die Vernetzung der Bolzplätze werden Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Stadtteilen durch den Fußball zusammengebracht. Dabei geht es darum, dass die Kinder und Jugendlichen auf einer respektvollen Basis interagieren. Die Kinder lernen über ihre Leidenschaft Straßenfußball, ihnen oft fremde Kulturkreise kennen. Sie setzen sich mit anderen Kindern und Jugendlichen auseinander, bauen Vorurteile ab und lernen Konflikte friedlich und konstruktiv zu lösen.
Auch 2017 wird der Streetbolzer e.V. auf dem Mind The Gap ein Straßenfußballturnier veranstalten.